Regenerate Forum

Forum Zukunftslandschaft Deggenhausertal

Eine lokale Initiative zur Stärkung von Landschaft, Landwirtschaft und Resilienz

Eine Zukunftslandschaft für das Deggenhausertal gestalten

Hochwasserschutz und Trinkwasserschutz sind im Deggenhausertal wesentliche Herausforderungen für die Sicherung der Zukunft. Der Gemeinderat hat deshalb am 20.01. eine Kooperation als Pilotregion mit Regenerate Forum beschlossen. Das Deggenhausertal ist damit die erste Pilotkommune des Forum Zukunftslandschaft.

 

Das Forum Zukunftslandschaft ist eine langfristig angelegte Initiative, die Regionen dabei unterstützt, ihre Landschaften unter veränderten klimatischen Bedingungen zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Sie bringt Menschen aus Landwirtschaft, Zivilgesellschaft, Verwaltung und regionaler Wirtschaft zusammen, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten, die vor Ort wirksam werden.

Im Deggenhausertal liegt der Fokus darauf, Böden langfristig so aufzubauen, dass sie ihre natürlichen Funktionen wie Speicherung von Wasser bei Extremwetterlagen ausführen können und zugleich tragfähige Perspektiven für Landwirtschaft und entlang der regionalen Wertschöpfungskette entstehen.
Die Herausforderungen des anhaltenden Klimawandels werden damit angegangen – z
usammen mit den Menschen vor Ort und auf Grundlage naturbasierter Lösungen.

Diese Seite wurde eingerichtet, um die Menschen aus dem Deggenhausertal fortlaufend über die Initiative Forum Zukunftslandschaft zu informieren. Nach und nach können Sie sich hier über den aktuellen Stand und die anstehenden Veranstaltungen informieren.

Rückblick: BürgerForum Zukunftslandschaft Deggenhausertal – 27. Februar 2026

Das erste BürgerForum Zukunftslandschaft Deggenhausertal war ein inspirierender Start. Engagierte Bürgerinnen und Bürger, Landwirtinnen und Landwirte sowie Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden kamen zusammen, um gemeinsam zu fragen: Wie gestalten wir unsere Landschaft zukunftsfähig?

Im Mittelpunkt standen Themen wie Wasserspeicherung, gesunde Böden und Klimaanpassung – und vor allem der Austausch auf Augenhöhe.

Jetzt geht es weiter: In Machbarschaften werden Ideen aus dem Forum weiterentwickelt und gemeinsam in die Umsetzung gebracht.

Auftaktforum Forum Zukunftslandschaft Deggenhausertal
Datum: 27. Februar 2026
Einlass: 18:00h | Start: 18:30h

Veranstaltungsort:

Alfons-Schmidmeister-Halle | Schulweg 3, 88693 Deggenhausertal  https://maps.app.goo.gl/W2APTM8DD1pzHWLC8

Keine Anmeldung nötig. Kommt einfach vorbei!

Was ist eine Machbarschaft?

Machbarschaften sind offene Arbeitsgruppen, in denen Menschen aus der Region gemeinsam Lösungen für ihre Landschaft entwickeln und umsetzen.

Hier können Bürgerinnen und Bürger, Landwirtinnen und Landwirte, Gemeinden und Initiativen zusammenarbeiten – zum Beispiel zu Themen wie:

Wasser in der Landschaft halten
Böden regenerieren
Landschaft klimaresilient gestalten
Regionale Zusammenarbeit stärken

Jede Machbarschaft arbeitet an konkreten Projekten im Deggenhausertal.

Vortrag ansehen: Zu viel Wasser. Zu wenig Wasser

Beim Forum sprach Stefan Schwarzer über eine der zentralen Herausforderungen unserer Landschaft: Zu viel Wasser – und gleichzeitig zu wenig Wasser.

In seinem Vortrag zeigt er, wie Landschaften Wasser besser speichern können und warum gesunde Böden eine Schlüsselrolle für eine klimaresiliente Zukunft spielen.

Was wir unter einer Zukunftslandschaft verstehen

Was wir unter einer Zukunftslandschaft verstehen

Eine Zukunftslandschaft ist eine Landschaft, die ihre natürlichen Funktionen auch unter den Bedingungen des Klimawandels zuverlässig erfüllen kann.

Konkret bedeutet das, Böden so zu schützen und aufzubauen, dass sie mehr Kohlenstoff speichern, Wasser aufnehmen und wie ein Schwamm wirken können. Gesunde Böden puffern Starkregen ab, verringern Überschwemmungsrisiken und halten Feuchtigkeit in Trockenperioden länger im System. Sie sind damit eine zentrale Grundlage für Klimaanpassung, stabile Erträge und gesunde Lebensmittel.

Im Forum Zukunftslandschaft Deggenhausertal konzentriert sich der Prozess gezielt auf die natürlichen Funktionen der Landschaft – getragen durch Boden, Wasser, Biodiversität und die Resilienz landwirtschaftlicher Systeme. Es geht nicht um abstrakte Zukunftsbilder, sondern um konkret umsetzbare Verbesserungen vor Ort, die von der Bürgerschaft und der Kommune befürwortet und getragen werden.

Häufige Fragen

Das Forum Zukunftslandschaft ist eine lokale Initiative, die Menschen aus der Region
zusammenbringt, um Landschaft, Landwirtschaft und regionale Resilienz zu stärken. Dafür entwickeln
Bürger:innen, Landwirt:innen, Unternehmen, Verwaltung und Politik gemeinsam funktionale und
machbare Lösungen, die vor Ort wirksam sind.

Das Deggenhausertal ist die erste Pilotkommune des Forum Zukunftslandschaft.
Die Gemeinde hat sich bewusst dafür entschieden, gemeinsam mit dem Regenerate Forum
Herausforderungen wie Starkregen, Hochwasserrisiken, Trinkwasserschutz, Bodenerosion und
Klimawandel anzugehen – mit Lösungen, die lokal verankert sind und auch auf andere Regionen
übertragen werden können.

Eine Zukunftslandschaft ist eine Landschaft, die ihre natürlichen Funktionen auch unter veränderten
Klimabedingungen zuverlässig erfüllt und dadurch die Folgen klimatischer Veränderungen mindert.
Gesunde Böden speichern Wasser, mindern Hochwasserrisiken, fördern Biodiversität, stabilisieren
Erträge und ermöglichen die Erzeugung gesunder Lebensmittel. So wird die Landschaft
widerstandsfähiger – für Mensch, Natur und Wirtschaft

Nein. Landwirtschaft spielt natürlich eine zentrale Rolle – doch eine Zukunftslandschaft entsteht nur
gemeinsam, wenn die gesamte Landschaft mit ihren Forst-, Wasser- und landwirtschaftlichen Flächen
berücksichtigt wird. Und dafür braucht es alle, die mit Grund und Boden zu tun haben.
Wasserhaushalt, Landnutzung, Biodiversität, regionale Wertschöpfung und Lebensqualität betreffen
die gesamte Gesellschaft. Deshalb sind auch Bürgerschaft, Wirtschaft, Kommunen und
Zivilgesellschaft Teil des Prozesses

Die Foren sind Orte, um:
● sich zu informieren
● Perspektiven auszutauschen
● Kontakte zu knüpfen und “Machbarschaften” zu bilden
● und nächste konkrete Schritte zu entwickeln
Fachliche Impulse treffen hier auf lokales Wissen – mit dem klaren Fokus auf praktikable Lösungen für
das Deggenhausertal.

Die Maßnahmen entstehen in einem gemeinsamen Prozess: In den “Machbarschaften” wird
entwickelt, was konkret notwendig und was möglich ist und wer es wie mit wem umsetzt.
Das Forum verknüpft dafür verschiedene Perspektiven, moderiert den Austausch und unterstützt die
Entwicklung von konkreten Vorschläge. Die Entscheidung über die Umsetzung liegt bei den
zuständigen Akteuren: etwa den beteiligten Betrieben , der Gemeinde, oder weiteren Partnern –
abhängig davon, um welche Maßnahme es sich jeweils handelt. Transparenz und klare
Zuständigkeiten sind dabei zentrale Handlungsprinzipien für die Gestaltung des
Umsetzungsprozesses.

Ja – aber nicht über Nacht.
Veränderungen entstehen schrittweise und orientieren sich an dem, was vor Ort sinnvoll, machbar
und von den beteiligten Akteuren gewünscht ist. Ziel sind sichtbare Verbesserungen, die langfristig
wirken und von der Region getragen werden. Aber: aus der Erfahrung von anderen Regionen wissen
wir, dass spürbare Veränderungen sich schneller einstellen als vermutet, und die Natur mithilft, wenn
wir das Lösungspotential des Bodens erkannt und entsprechende Maßnahmen ergriffen haben.

Ja! Im Mittelpunkt stehen nicht abstrakte Zukunftsbilder, sondern realistische und umsetzbare
Maßnahmen.
Aus dem Austausch im Forum werden zentrale Themenfelder abgeleitet, lokale Arbeitsstrukturen
aufgebaut und konkrete Lösungen entwickelt – inklusive Fragen der Zuständigkeit, Umsetzbarkeit und
Finanzierung.

Weil wir erkannt haben, dass gesunde Böden die Grundlage und ein wichtiger weil wirkungsvoller Teil
Lösung für die Herausforderungen sind.
Sie wirken wie ein Schwamm, puffern Starkregen ab, reduzieren Erosion, verbessern die
Wasserqualität und stärken die Widerstandsfähigkeit der Landwirtschaft. Deshalb beginnt der Prozess
im Deggenhausertal bewusst beim Boden.

Alle, die im Deggenhausertal leben, arbeiten oder sich mit der Region verbunden fühlen.
In der Anfangsphase kann Beteiligung vor allem über das Teilen der eigenen Perspektive im Forum
und durch den Hinzugewinn von Wissen und das machen von persönlichen Lernerfahrungen
geschehen. Wenn sich der Prozess entwickelt und es von der Maßnahmenplanung in die praktische
Umsetzung geht, werden alle Akteure der Region aktiv in Machbarschaften miteingebunden –
abhängig vom jeweiligen Thema, der Projektphase und den lokalen Gegebenheiten kann so jeder die
Initiative mit seinen individuellen Stärken bereichern.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich – Neugier, Interesse und die Bereitschaft zum Mitdenken sind
bereits die besten Voraussetzungen. Und dann wird es sicher auch ums konkrete miteinander
Anpacken gehen.

Eine resilientere Landschaft bedeutet:
● besseren Schutz vor Hochwasser, vor dem hintergrund sich häufender Starkregenereignisse ,
oder länger werdenden Regenperioden
● ausreichend sauberes Trinkwasser, auch in längerwerdenden Trockenperioden
● eine attraktive, lebenswerte Umgebung
● und klimaresiliente, lebenswerte Region für kommende Generationen
Zudem haben Sie die Möglichkeit, Neues über Wasser und Boden zu lernen und Ihre Ideen und
persönliche Sichtweise einzubringen um die Entwicklung vor Ort aktiv mitzugestalten.

Regenerative Ansätze stärken die langfristige Zukunftsfähigkeit der Betriebe.
Sie verbessern die Bodengesundheit, stabilisieren Erträge, reduzieren Risiken durch Extremwetter
und eröffnen neue Chancen durch Zusammenarbeit, Wissensaustausch und regionale
Wertschöpfung.

Weil die Herausforderungen bereits spürbar sind.
Bodendegradation, Wasserstress und Klimarisiken lösen sich nicht von selbst. Wer früh handelt,
gewinnt Gestaltungsspielraum – gemeinsam, lokal und angepasst an die Besonderheiten der Region.

Das Forum Zukunftslandschaft ist als langfristiger Prozess angelegt.
Es geht nicht um ein einmaliges Event, sondern um den wirksamen Aufbau von Wissen,
Zusammenarbeit und praktischen Lösungen. Und das braucht Zeit. Die Umsetzung erfolgt Schritt für
Schritt – in dem Tempo das möglich ist – und bleibt offen für Lernerfahrungen, Anpassung und
Weiterentwicklung.

Machbarschaften sind lokale Aktionsgruppen, die aus dem Forum heraus entstehen, miteinander zu
speziellen Themen lernen und Ideen entwickeln und konkrete Maßnahmen gemeinsam umsetzen.
Der Begriff verbindet „Nachbarschaft“ mit „machbar“ – denn es geht darum, dass Menschen vor Ort
zusammenkommen, um das Mögliche auch wirklich zu machen. In einer Machbarschaft bringen
verschiedene Akteure ihre jeweiligen Stärken, ihr Wissen und ihre Ressourcen ein: Landwirt:innen,
Bürger:innen, Unternehmen, Kommunalverwaltung oder Vereine.

Die Antworten werden auf dieser Seite ergänzt und fortlaufend aktualisiert.

Der Prozess im Deggenhausertal

Ein klar strukturierter, basisdemokratisch organisierter Prozess, der gemeinsam mit den Akteuren in der Gemeinde wächst.

Januar 2026

hat der Gemeinderat   
Deggenhausertal   beschlossen, gemeinsam mit dem Regenerate Forum das Forum Zukunftslandschaft zu initiieren. Diese Entscheidung bildet das Mandat, den Prozess gemeinsam mit der Region zu starten.

Februar 2026

Das BürgerForum am 27.2.26 in Wittenhofen bringt erstmals Menschen aus dem Deggenhausertal - Landwirte, Politik, Bürgerschaft Netzwerkpartner - zusammen: Es geht um das Thema "Der Boden als Lösung für mehr Hochwasser- und Trinkwasserschutz im Deggenhausertal". Ein Einführungsvortrag (Stefan Schwarzer) und Vertiefungsstationen schaffen Raum für Information und Vernetzung. Sie laden zur Zusammenarbeit an den konkreten Herausforderungen des Tals ein.

Frühjahr 2026

Auf Basis des Austauschs im Forum werden zentrale Themenfelder identifiziert, die zu Lösungen vor Ort beisteuern. In den sogenannten Machbarschaften entwickelt sich eine lokale Arbeitsstruktur heraus, getragen durch die Einbindung relevanter Akteure aus Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft, Verwaltung, Wirtschaft sowie Zivilgesellschaft. Hierbei soll ein besonderer Schwerpunkt auf dem Schulterschluss der Landwirte der Gemeinde liegen - um gemeinsam in der Praxis zu lernen, wie jeder für sich, aber vernetzt in der Raumschaft durch den Aufbau von Humus im Boden ein Teil der Lösung sein kann.

2026–2027

Ideen werden zu konkreten, realistischen Maßnahmen für das Deggenhausertal weiterentwickelt. Dazu gehören Fragen der Zuständigkeit, Umsetzbarkeit sowie mögliche Finanzierungswege. Eine weitere Möglichkeit besteht auch im Aufbau eines Raumplanungskonzepts, das konkret auf die Gegebenheiten vor Ort eingeht und anhand von Praxisbeispielen aufzeigt, wie Hochwasserschutz in der Landschaft durch wirksame Maßnahmen verankert werden kann.

Fortlaufend

Ausgewählte Maßnahmen gehen in die Umsetzung. Der Prozess bleibt offen für Lernerfahrungen und Anpassungen – begleitet durch weitere Foren, Austauschformate und Rückkopplung in die Region. Hierbei unterstützt Regenerate die Gemeinde darin, passende Förderungen für die jeweiligen Maßnahmen zu finden. Zeitgleich starten wir damit, die Ergebnisse zu dokumentieren, um diese auch für andere Kommunen, die sich auf den Weg machen wollen, öffentlich zugänglich zu machen.

Diese Initiative entwickelt sich weiter

Das Forum Zukunftslandschaft Deggenhausertal ist als Prozess zu verstehen: Weitere Veranstaltungen, Arbeitsformate und Beteiligungsmöglichkeiten werden hier veröffentlicht. Sie möchten sich vor Ort im Kernteam stärker im Prozess engagieren: Melden Sie sich direkt bei Anna Pröbstle (Projektleitung Forum Zukunftslandschaft).

Wer informiert bleiben möchte, kann den Newsletter abonnieren und regelmäßige Updates zum Stand des Prozesses erhalten.

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